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Kulturkalender

Lesung und Diskussion "Die islamische Familie"
So, 02.02.2020, 15:00 Uhr

Die streitbare Autorin beschreibt die islamische Familie als „dysfunktional“. Ihrer Auffassung nach hat das
patriarchale Familienmodell seinen Ursprung vor allem im Koran, durch dessen Aussagen die Legitimation
zur Unterdrückung der Frauen erfolge. Integration könne erst dann funktionieren, wenn Frauen und Kinder
nicht mehr unterdrückt würden. Dabei geht sie besonders auf die Unterscheide zwischen dem
europäischen und dem islamischen Familienrecht ein. Sie sagt, dass das islamische Familienrecht die Frauen
unter die Kontrolle der Männer stelle.
Necla Kelek: „Die Muslime sagen, der Islam habe die Gleichheit von Mann und Frau festgeschrieben. Das
stimmt – aber nur für das Jenseits. Vor Gott seien Mann und Frau gleich. Aber im Diesseits ist die Frau unter
der Obhut des Vormundes, und dieser ist ein Mann, sei es der Vater, der Bruder oder der Ehemann. Es ist
immer ein Mann, der über ihr Leben auf dieser Erde entscheidet. Die Männer entscheiden über ihre
Bildung, ihre Freizügigkeit, Arbeit, Ehepartner, Scheidung und behalten dabei die Kinder. Denn nach diesem Rechtssystem gehören die Kinder ihr nicht.“ Die Legitimation dafür liefern ihrer Auffassung nach Koran und Hadithe. Diese würden Männer in allen Lebensbereichen begünstigen und Frauen grundsätzlich
diskriminieren. Und so lange Frauen nicht selbstbestimmt leben können, so Kelek, wären jede
Integrationsbemühungen hinfällig.

Nach der Lesung besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Rubrik
Literatur
Vorträge/Lesungen/Diskussionen

Veranstaltungsort
Dörpschün, Salzhausen Standort anzeigen
Veranstalter
Gleichstellungsbeauftragte Astrid Warburg-Manthey
Fotos

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